Entwicklung der Kitas nach Corona – als Kita-Team die Chance nutzen

Möglichkeiten zur Entwicklung der Kitas während der Schließung

Dieser Artikel zeigt auf, wie die Kita-Leitungskräfte zusammen mit den Fachkräften

  1. die Wiedereröffnung meistern können
  2. diese Zeit zur Vorbereitung von organisatorischen Veränderungen nutzen können.

Die Kita-Leitungskräfte und -Teams stehen vor der herausfordernden Aufgabe, den Kindern und Familien einen möglichst reibungslosen Übergang in die Zeit nach der bundesweiten Schließung zu ermöglichen. Jedoch müssen die Weichen dazu im Vorfeld gestellt werden.

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offene tuer in einer wand mit steinfassade als symbol fuer die ungewissheit bei der kommenden wiedereröffnung der kitas nach der corona-bedingten Schliessung

1. Wie arbeiten die Teams momentan?

Schauen wir uns zunächst an, wie die Teams derzeit, während der Schließung der Kitas, arbeiten. Denn abhängig von der Situation der jeweiligen Kita sieht der Arbeitsalltag unterschiedlich aus:

Während einige Teammitglieder in der Notgruppe arbeiten,

aktualisieren andere die bestehenden Konzepte auf ihren neusten Stand

und ein Teil ist zu Hause im Homeoffice oder von der Arbeit freigestellt.

Daraus entwickeln sich unterschiedliche Erfahrungen. Und jedes Teammitglied hat eine andere Strategie entwickelt, um mit den Anforderungen während der behördlich angeordneten Corona-Schließzeit umzugehen. Somit liegt es nahe, dass zuerst wieder eine gemeinsame Basis für alle Mitarbeiter geschaffen werden muss. Die Leitungskraft sind gefragt, die aktuelle Situation zugunsten der Entwicklung in der Kita zu nutzen.

team meeting von drei frauen als symbol für aufgaben und chancen einer kita-leitung in corona-zeiten vor der wiedereröffnung

2. Aufgaben und Chancen der Kita-Führung in dieser Ausnahme-Zeit

Wenn die Kita-Führung einen Teamgeist fördert, der diese Ausnahme-Zeit als Chance betrachtet, hat sie damit die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Weiterführung der Kita-Arbeit geschaffen.

Jetzt werden die in den Kitas entwickelten Resilienz-Konzepte auf ihre Belastungsprobe gestellt. Das heißt, es zeigt sich nun, inwiefern diese Konzepte in der aktuellen Situation auch tatsächlich weiterhelfen.

Die Belastungsprobe beginnt beim Einzelnen des Teams und den Fragen:

  • Was trägt mich in dieser Zeit?
  • Wo finde ich Halt und Sicherheit?
  • Auf welche Stärken kann ich in dieser Situation vertrauen?
  • Wie kann ich meine Stärken genau jetzt in die Kita-Arbeit einbringen?

 

Entwicklung der Kita – Teamarbeit ist gefragt

Mit Hilfe dieser Fragen kann in den Teams eine handlungsorientierte Grundhaltung aktiviert und bestärkt werden. Teams, die schon lange wertschätzend miteinander umgehen, werden sich bekräftigt fühlen. Andere Team können die individuellen Überzeugungen überprüfen, anpassen und dabei einen gewaltigen Entwicklungssprung machen.

Weiteres Potenzial liegt in den Biografien der Mitarbeitenden:

  • Wer hat Umbrüche und Ungewissheiten selbst erlebt?
  • Welche Erfahrungen und Stärken haben sich daraus entwickelt?
  • In welcher Familiengeschichte gab es bereits Einschränkungen oder existenzielle Ängste?

Es lohnt sich, diese Geschichten in das berufliche Verständnis mit einzubeziehen. Diese biografisch geprägten Erkenntnisse sind ein wahrer Schatz! Sie ermöglichen einen substanziellen, persönlichen Austausch der Kita-Mitarbeiter und schaffen die Grundlage, um respektvoll im Team arbeiten zu können.

wegweiser mit schildern in unterschiedliche richtungen bei sonnenaufgang mit morgenrot fotografiert als symbol der möglichen veränderungen im kita-bereich zur wiedereröffnung nach der corano-bedingten schliessung

3. Jetzt ist die Zeit für Veränderungen

Die inhaltliche Weiter-Entwicklung der Kita-Arbeit ist jetzt von zentraler Bedeutung. Einfach den Plan umzusetzen, den ein Team zu Beginn des Kita-Jahres konzipiert hat, ist nicht der richtige Weg. Die Arbeitsbedingungen haben sich grundlegend verändert. Oberste Priorität hat nun die Gewährleistung von Sicherheit und Überschaubarkeit im Kita-Alltag.

Damit hat die Frühpädagogik viel Erfahrung. Rituale, die den Tagesablauf in einer Kita prägen, sind sinnvoll und hilfreich. Die Kunst liegt darin, nicht dogmatisch zu werden. Gleichzeitig bietet sich jetzt die Chance, lieb gewordene Abläufe auf ihre momentane Sinnhaftigkeit zu überprüfen:

  1. Wie viele Personen können künftig in einem Raum oder auf einem Gelände zusammen sein?
  2. Unter welchen Voraussetzungen können kleinere Gruppen gebildet werden, um alle Kinder wieder an soziale Nähe heranzuführen?
  3. Wie lange sollen z.B. Stuhlkreise oder Kinderkonferenzen dauern?
  4. Welcher Tagesablauf bietet sich nun an?
  5. Wieviel Freiräume kann jeder Fachkraft bei der Gestaltung des Tages eingeräumt werden?

Das sind nur einige Fragen um den gesamten Anpassungsprozess der Kita-Öffnung. Viele Fragen werden auftauchen, mit Klarheit und gleichzeitiger Flexibilität kann hier jedes Team gewinnbringende Erfahrungen sammeln. Und somit diese Krise in eine Chance verwandeln.

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