Wie dem System Kita die Rückkehr zum Alltag nach der Corona-Schliessung gelingt

mehrere schaukelsitze an ketten hängend als symbol für noch geschlossene kindertagesstaetten

Wie dem System Kita die Rückkehr zum Alltag nach der Corona-Schliessung gelingt

Klarheit in veränderten Zeiten

Was brauchen alle Beteiligten für einen guten Start?

Immer noch sind die Kitas bundesweit geschlossen und noch ist  unklar, wann sie wieder öffnen werden. Je länger dieser Zustand andauert, desto anspruchsvoller wird es für alle Beteiligten. im System Kita werden, Denn die Erwartungen steigen, je länger dieser Zustand andauert.

Denn die Rückkehr in den normalen Betrieb wird Zeit benötigen und es wird sich zeigen, inwiefern sich der „normale Betrieb“ nach der Schließung vom Zustand vor dem Lockdown unterscheidet. Das gilt nicht nur für die Kita-Teams und die Kinder, sondern genauso für die Kita-Träger (kirchlich oder Kommune) und besonders für die Eltern.

Deshalb lautet zentrale Frage: Mit welchen Bedürfnissen und Erwartungen werden alle Beteiligte in die Kitas zurückkommen?

Im Mittelpunkt hier stehen die Bedürfnisse und Erwartungen der Kinder bei der Rückkehr in ihre Kitas. Die Wiedereröffnung der Kitas gibt den Fachkräften und damit auch den Kindern die willkommene Gelegenheit, ganz besonders das kindliche freie Spiel in den Mittelpunkt zu stellen.

Das kindliche Spiel bietet alles, was nun so dringend notwendig ist: Die Kinder können selbst gestalten und wirken. Sie können wieder spielerisch in Kontakt kommen, sich begegnen und einen gemeinsamen Spielfluss entstehen lassen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Und kreative Kinder sind starke Kinder.

drei spielende Kinder in einem Raum mit zwei farbigen Spielzeugautos

 

Nutzen Sie die Chance, um die Spielmöglichkeiten in der Kita anhand der folgenden Fragen auf ihre Aktualität hin zu überprüfen:

Sind im Rollenspielbereich ausreichend Materialien zum Thema

„Krank-Sein – Gesund- Werden“ vorhanden?
Können die Kinder den familiären Alltag lebensnah nachspielen?
Können die Kinder „Homeoffice“- Spielen?
Welche zusätzlichen Materialien werden dazu benötigt bzw. kann aus dem Kreativbereich hier übergreifend gearbeitet werden?

Gibt es im Kreativbereich ausreichend anregendes Material wie

Leere Kartons in verschiedenen Größen?
Farben zum Malen in verschiedenen Konsistenzen?
Die Möglichkeit großzügig und raumausgreifend tätig zu werden zu können?

Werfen Sie jetzt einen Blick in die Kita-Bücherregale und -Kisten im Hinblick darauf, welche Bücher von den Kindern nach ihrer Rückkehr wohl gefragt werden?

Sind es altvertraute Bücher oder solche, die die Erfahrungen von

Unsicherheit
Ungewissheit
Unsichtbarkeit
Kranksein / Gesundwerden
Tod

thematisieren?

vier huepfende Kinder auf vier runden strohballen bei blauem himmel auf freiem feld als symbol fuer den bewegungsdrand von kindern

 

Und wie steht es mit dem Bewegungsdrang der Kinder?

Nach all der Zeit im räumlich limitierten häuslichen Umfeld ist ein erhöhter Bewegungsdrang nur zu verständlich. Bewegung reguliert Stress bis in die physiologischen Vorgänge hinein.

Welche Bewegungsangebote kann Ihre Kita bieten?

Ist ein Bewegungsraum vorhanden und wenn ja, wie großzügig über den Tag wird dieser genutzt?
Ist ein Außengelände vorhanden und falls ja, wie können die Kinder das Außengelände optimal nutzen, unter Berücksichtigung der aktuellen Hygienevorschriften?
Können Sie mit den Kindern Ausflüge in die freie Natur machen?
Wie kann ein „Waldprojekt“ angeboten werden?

Inwieweit aufgrund der kommenden Hygiene-Vorschriften der körperliche Kontakt unter den Kindern und zwischen den Kindern und den Fachkräften im Sinne des Infektionsschutzes kontrolliert werden muss, wird sich zeigen. Es bleibt zu hoffen, dass der Infektionsschutz nicht zu tief in den Alltag der pädagogischen Arbeit begrenzend eingreifen wird.

Vor allen Dingen haben die Fachkräfte jetzt die zentrale Aufgabe, für Gespräch und Begegnung mit Kindern und Eltern da zu sein. Damit dies gelingt brauchen die Fachkräfte Zeit, die sie mit den Kindern, aber nicht an den Kindern verbringen können. Das Dogma, Programme im Kita- Alltag umsetzen zu müssen, kann für die nächste Zeit ausgehebelt werden. Stattdessen lohnt es sich, alltagsintegriert wieder alltäglich werden zu lassen.

 

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