Friedmann Psychosynthese Karlsruhe | Stressmanagement bei Kindern
Mein Verständnis von Beraten – Begleiten – Stärken steht auf den Säulen der Heilpädagogik, der Psychosynthese und der Bewegungsentfaltung.
Ingeborg Friedmann, Heilpädagogik, Psychosynthese
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Stressmanagement bei Kindern

Mutter mit Schulkind an der Hand

Stressmanagement bei Kindern

Junge Menschen erleben Stress in einer anderen Form als Erwachsene, beispielsweise durch Mobbing. Eltern, die bemerken, dass mit ihrem Kind etwas nicht stimmt, kommen dann zu mir. Oft dauert die Sitzung gar nicht viel länger als zwei oder drei Stunden. Manchmal reicht aber auch schon eine als Impuls. Die zentrale Frage meiner Arbeit lautet: Wie stärke ich das Kind? Um dieses Ziel zu erreichen, geht es zunächst darum herauszufinden, wo im Körper der durch den psychischen Stress ausgelöste Schmerz sitzt. Denn, wie im vorherigen Blog-Beitrag erwähnt, betrachte ich stets das Zusammenspiel von Leib und Seele. Kinder sind ab einem Alter von etwa neun Jahren, wenn die Sprache noch einmal deutlicher wird, in der Lage, ihre Gefühle präzise zu äußern. Wo im Körper also tut es dem Kind weh, wenn andere es hänseln? Ein Punkt stellt etwa die Stirn dar. Also bitte ich das Kind zu beschreiben, wie sich der Schmerz dort äußert – zum Beispiel in Form einer Wunde.

Um die Wunde und damit den psychischen Schmerz aus der Welt zu schaffen, stelle ich spezifische Fragen: Was braucht die Wunde? Eine Farbe, Wärme, Bewegung? Antwortet das Kind zum Beispiel mit dem Begriff „Farbe“ und „Gelb“, nehme ich ein gelbes Seidentuch und lege es dem Kind auf die Stirn. Oft ruft schon dieses Erlebnis ein wohltuendes Gefühl bei den jungen Klienten hervor.

Die Erfahrung „Ich kann was tun“

Ich gebe also nicht vor, wie der Schmerz aussieht, sondern suche aktiv mit den Kindern (oder Erwachsenen) danach. Nach dem Motto: „Du trägst die Weisheit in dir! Du weißt, was dir guttut, nicht ich als Therapeutin.“ Auch bei dieser Behandlungsmethode stehen zentrale Fragen im Fokus: Was ist dein Weg? Was braucht es jetzt? Durch die Behandlung steigert sich das Selbstwertgefühl so sehr, dass manches Kind beim nächsten Mobbing-Angriff bereits einfach mit seinen Angreifern mit lacht. Diese Erfahrung von „Ich kann was tun, ich bin Nichts und Niemandem ausgeliefert“ – allein diese reicht auf symbolischer Ebene aus, um das Selbstbewusstsein zu stärken, um unbewusste Überlebensstrategien wie „Ich muss perfekt sein, um gemocht zu werden“ aufzuweichen. „Selbstregulation“ lautet das Stichwort.

Alltagstaugliche Rituale

Oft begleiten Eltern ihre Kinder zur Behandlung in meine Praxis. Den Dialog, den ich mit den Kindern führe, dürfen sie gerne mitschreiben, um ein eben solches Gespräch zu Hause selbst mit ihrem Nachwuchs zu führen. So entwickelt sich bei den Erziehungsberechtigten – aber zum Beispiel auch bei Erziehern – eine neue Denkweise, die wegführt von der einfachen Frage, wie sie ein Problem, etwa Mobbing, schnellstmöglich loswerden. Vielmehr rückt die Frage nach dem „Was brauchst das Kind?“ in den Vordergrund. Manchmal braucht ein Kind auch gar nicht mehr als eine Umarmung. So unterstützen wir eine gesunde Selbststeuerung beim Kind.

Die Frühpädagogik lehrt uns, dass wir in diesem Zusammenhang auch ein gesundes Maß an Bewegung nicht unterschätzen sollten. Oft mangelt es Kindern, die in einem städtischen Kontext aufwachsen, an der so wichtigen Erfahrung des Leibes. Oft erlebe ich, dass Kinder, die sich sehr quirlig verhalten, einfach nur eine Gewichtserfahrung brauchen. In diesem Fall greife ich in meiner Praxis auf zum Beispiel Yogakissen zurück, die ich sanft um und auf das Kind lege. Mit dem Gewicht, das ihr Körper nun fühlt, kommen die jungen Klienten runter – weil sie sich plötzlich spüren.

Habe ich Sie neugierig machen können? Wenn Sie mehr zu diesem Thema erfahren möchten, dann freue ich mich über eine Rückmeldung von Ihnen. Bitte füllen Sie dazu einfach das nachfolgende Kontaktformular aus. Ich melde mich dann umgehend bei Ihnen.

 

Foto: Shutterstock

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